­čçę­čç¬ ÔÇö Hi, ich bin Martin Ueding; Physiker, Maschinenlerner, Softwareentwickler und Fahrradaktivist. Ich habe recht fr├╝h mit dem Programmieren angefangen und schreibe dar├╝ber im Bereich ┬╗Code & Zahlen┬ź. Im Physikstudium bin ich immer weiter in die Computerphysik gegangen, meine Studiumsunterlagen sind noch immer Teil dieser Webseite. Nach der Promotion bin ich in die Wirtschaft gewechselt. Seit dem Abitur habe ich meine Wege mit dem Fahrrad erledigt, Radtouren unternommen und irgendwann auch Radreisen. Inzwischen bin ich auch Aktiver im Radentscheid Bonn.

Aktuell schreibe ich am meisten zu Verkehrsthemen, manchmal auch noch ├╝ber Wissenschaft, Maschinenlernen oder anderen Dingen, die mir einfallen. Die eher technischen Dinge schreibe ich meist auf Englisch, den Rest auf Deutsch.

Man kann mich per E-Mail, Threema oder Telegram kontaktieren, oder mich auf Twitter, LinkedIn oder XING finden.

­čç║­čçŞ ÔÇö Hey, I am Martin Ueding, a physicist, software developer, machine learning researcher and a traffic policy activist from Germany. On my blog you can find all my physics study material, mostly English articles about code and numbers and travel. The articles about traffic policy are in German.

You can contact me via E-mail, Threema or Telegram. You can also find me on Twitter, LinkedIn and XING.


M├╝lltonnen rausstellen, aber ohne Behinderung

Die Stadtreinigung wird in Bonn durch Bonn Orange durchgef├╝hrt. Auf deren Webseite schreiben sie:

Alle Abf├Ąlle m├╝ssen am Abfuhrtag bis 6:30 Uhr morgens an die Stra├če zur Abholung bereitgestellt werden. Bitte nehmen Sie R├╝cksicht auf Fu├čg├Ąnger*innen und achten Sie darauf, dass sie den Gehweg ohne Beeintr├Ąchtigung nutzen k├Ânnen.

Die Nachbarn stellen die Tonnen immer auf den Gehweg. Der ist hier aber nur 135 cm breit. So eine M├╝lltonne ist aber gut 70 cm tief, bleiben also noch 65 cm Gehweg ├╝brig. Das Ordnungsamt sieht beim Gehwegparken bei unter 100 cm eine Behinderung, von daher sind die M├╝lltonnen auf dem Gehweg eine Behinderung. Die Frage ist halt, wo ich sie sonst hinstellen soll.

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├ťbersicht ├╝ber Radverkehrf├╝hrungsformen

F├╝r den Kraftverkehr gibt es diverse Arten von Stra├čen, die man kennen muss: Autobahn, Kraftfahrstra├če, Stra├če au├čerorts, Stra├če innerorts, Tempo-30-Zone, verkehrsberuhigter Bereich. In allen gelten etwas andere Regeln. Aber das ist noch ziemlich einfach im Vergleich zu dem, mit dem sich der Radverkehr herumschlagen muss. Dieser Artikel ist der Versuch alle Formen mit Beispielen zu sammeln.

Ich hatte schon einzelne Artikel geschrieben, zum Beispiel zu Schutzstreifen, oder zu Fahrradstra├čen in Bonn. Die Tage hatte ich dann aber auch etwas ganz neues f├╝r mich entdeckt, den gemeinsamen Geh- und Radweg ohne Nutzungspflicht. Daher die Idee das einmal zu sammeln.

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Alte Streuscheibe bei S├╝lztalstra├če

Entlang der S├╝lztalstra├če bei R├Âsrath (Karte) ist noch die alte Streuscheibe f├╝r den Fu├čverkehr, obwohl da ein gemeinsamer Geh- und Radweg entlang f├╝hrt.

Also nichts besonderes, nur mal wieder eine dieser vielen Stellen, bei denen die Streuscheiben nicht an die neue Gesetzgebung von 2017 angepasst worden ist. Da dies eine Landstra├če ist, ist hier Stra├čen NRW, Regionalniederlassung Rhein-Berg in Gummersbach zust├Ąndig.

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Einfach mal Hupen!

Wenn kleine Kinder unzufrieden sind, werfen sie sich auf den Boden und schreien wild vor sich hin. Das ist dann ein Verhalten, das man weder┬╗differenziert┬ź noch ┬╗reif┬ź nennen w├╝rde. Die Kinder gehen damit allen umstehenden auf den Geist, bis sie ihren Willen bekommen.

Gewisse vollj├Ąhrige Personen verhalten sich ├Ąhnlich, wenn sie im Auto sitzen. Im Auto ist die M├Âglichkeit zur Kommunikation sehr eingeschr├Ąnkt, mehr als Fahrtrichtungsanzeiger (Blinker), Fernlicht und Hupe hat man nicht zur Verf├╝gung1. Bei den hohen Geschwindigkeiten ist es ebenfalls schwer. Aber deswegen muss man nicht gleich trotzig werden.

Ich habe die Tage beobachtet, wie eine Anwohnerin nicht in ihre Einfahrt fahren konnte, weil dort ein Handwerker sein Auto abgestellt hatte. Das ist nat├╝rlich ├Ąrgerlich, schlie├člich bezahlt man f├╝r den Parkplatz. Was w├╝rde ich machen? Mein Auto irgendwo anders legal parken, zum Haus laufen, versuchen den Handwerker zu finden. Die Frau hingegen parkte einfach auf den Gehweg direkt vor der Einfahrt, m├Âglichst nah hinter den Handwerkerfahrzeug. Sie blockierte damit den Gehweg und hat das Problem, das der Handwerker zu ihrem gemacht hat, nun zum Problem aller Fu├čg├Ąnger:innen gemacht. Dann blieb sie im Auto sitzen und hupte ausdauernd. Damit machte die das Problem zu dem aller anderen Anwohnern.

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Einzelf├Ąlle und Systematische Verbesserungen

In der Mathematik gibt es ein lustiges Konzept, ┬╗fast alle┬ź. Das bedeutet ┬╗alle, bis auf endlich viele┬ź. Endlich viele Elemente hat eine Menge, wenn man sie durchnummerieren kann und es dann eine feste Zahl gibt, sodass alle Nummern kleiner sind als diese Zahl. Viele S├Ątze zu unendlichen Mengen oder Folgen gelten dann, wenn eine bestimmte Bedingung f├╝r fast alle Elemente erf├╝llt ist. Das bedeutet aber auch, dass eine beliebig hohe, aber endliche, Zahl an Elementen diese Bedingung nicht erf├╝llen darf, ohne dass der Satz nicht mehr gilt.

Aber was hat das mit Stra├čenverkehr zu tun, wird man sich wahrscheinlich fragen. So funktioniert mein Kopf manchmal, es wird sich gleich f├╝gen. Die Verfolgung von Verst├Â├čen im Stra├čenverkehr ist bestenfalls hom├Âopathisch. Die meisten Gehwege sind zugeparkt, der Ordnungsdienst ist hier so gut wie nie zu sehen. Nun kann ich als Einzelperson anfangen jede Menge Privatanzeigen zu schicken. Damit erh├Âhe ich den Kontrolldruck hier im Quartier. Aber was bringt es denn im gro├čen und ganzen? Nimmt man an, dass es unendlich viele Parkverst├Â├če gibt, dann bringt eine egal wie gro├če Menge verfolgter Einzelf├Ąlle nichts, die Verfolgungsquote ist weiterhin Null. Und egal, wie viele Privatanzeige ich schreibe (und mich dadurch selbst in Gefahr bringe), es ├Ąndert nichts.

Nun ist die Anzahl der Verst├Â├če nat├╝rlich nicht unendlich, sondern eine hohe endliche Anzahl. Trotzdem fand ich die Annahme erstmal hilfreich. Denn wenn man eine Aussage widerlegen m├Âchte, die f├╝r fast alle Elemente gilt, dann reicht es nicht, endlich viele Ausnahmen zu finden. Vielmehr muss man einen gewissen Teil von Unendlich als Ausnahme finden, damit man die Aussage widerlegen kann. Und so muss man auch bei der Verkehrswende Multiplikatoren finden, die einem helfen, dem Ziel n├Ąher zu kommen.

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Autobahnfahrt mit 100 km/h

Als wir neulich in den Urlaub gefahren sind, bin ich auf der Autobahn ganz bewusst nur 100 km/h gefahren. Der Windwiderstand steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit, der Verbrauch pro Entfernung dann linear. Die Zeitersparnis ist invers zur Geschwindigkeit. Der Stress ist ganz subjektiv. Wir sind an einem Feiertag hingefahren, da waren dann auch keinerlei LKW unterwegs. Man konnte einfach auf dem rechten Fahrstreifen zusammen mit den Wohnmobilen und PKW mit Anh├Ąnger unterwegs sein. Tempomat bei 100 km/h rein, und dann einfach nur fahren.

Ich habe die ganze Strecke dann mit OsmAnd aufgenommen und man kann die dann hinterher analysieren. Interessant ist die Verteilung der Geschwindigkeiten, jeweils in 10 km/h Intervallen gerundet und dann die Anzahl Minuten, die wir in jedem Geschwindigkeitsintervall waren.

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Eckpunkte der Explorer Tiles als GPX-Datei

Wie im Artikel zu den VeloViewer Explorer Tiles beschrieben, versuche ich immer mehr Gegenden zu einem m├Âglichst gro├čen Cluster zu verbinden. Auf Stats Hunters kann man sich dann die Karte anschauen:

Dort sieht man auch, wo noch etwas fehlt. Hier fehlt mir zum Beispiel noch ein Teil von Rheinbach. Jetzt kann ich mit Bike Router eine Route planen, die dort durch f├╝hrt. Dort kann ich n├Ąmlich auch das gleiche Gitter einblenden lassen:

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Warum sollte ich in die Stadt fahren?

Die Lokalzeitung bringt immer wieder Artikel, dass irgendwelche Gesch├Ąftsleute bestimmte Dinge von Verwaltung oder Politik wollen, damit die Innenstadt belebt, oder zumindest ihr Sterben verlangsamt wird. Meist geht es darum, dass es mehr Fahrspuren f├╝r Kraftverkehr und mehr Parkpl├Ątze geben soll. Mir erscheint das immer ein bisschen bekloppt, fahre ich doch nie mit dem Auto in die Innenstadt. Aber ich merke, dass meine Begeisterung f├╝r die Innenstadt deutlich nachgelassen hat. Die Gr├╝nde daf├╝r m├Âchte ich hier einmal erkunden.

Wenn ich aktuell ins Bonner Zentrum fahre, dann meist, weil ich einen festen Termin habe oder etwas bestimmtes kaufen m├Âchte, oder etwas essen m├Âchte. Termine zum Beispiel: Sport, Treffen mit dem Radentscheid. Das sind Dinge, da w├╝rde ich eben hinfahren, wo auch immer die sind. Manchmal gehe ich vor dem Tanzen noch etwas in der Stadt essen, das kann nett sein.

Explizit in die Stadt fahren um zu essen w├╝rde ich eigentlich gerne ├Âfter machen, aber der Weg ist so m├╝hsam, sodass wir das meist gar nicht machen, wenn wir nicht schon in der Stadt sind. Hier w├╝rden nicht mehr Parkpl├Ątze f├╝r Autos oder ein Cityring die Attraktivit├Ąt verbessern, sondern bessere und breite Radrouten die Attraktivit├Ąt f├╝r mich massiv steigern.

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TweetDeck f├╝r ordentliche Benachrichtigungen

Regelm├Ą├čig bin ich auf Twitter aktiv, und entsprechend gibt es auch Reaktionen auf meine Beitr├Ąge. Diese werden im Web-Client von Twitter alle unter Benachrichtigungen angezeigt.

Das m├╝hsame ist allerdings, dass das Verh├Ąltnis aus Likes zu Antworten ziemlich gro├č ist, pro Antwort kommen dazwischen immer viele Likes. Die interessieren mich aber nicht so wirklich, schlie├člich kann ich darauf nicht antworten. Es ist ganz nett sie zu sehen, aber sie sind nicht hilfreich. Man kann jetzt auf der Twitter Webseite da noch auf den Reiter Erw├Ąhnungen gehen, jedoch aktualisiert sich das nicht so z├╝gig, und es sind auch keine Retweets mit Kommentar dabei (die ich gerne sehen w├╝rde).

Wenn ich also nach vielen Stunden wiederkomme, dann habe meist ├╝ber 50 Benachrichtigungen. Davon sind dann 5 wirkliche Antworten, auf die ich gerne lesen und teilweise auch wieder beantworten wollen w├╝rde. Man muss dann aber so lange herunterscrollen, bis man das gefunden hat. Das finde ich unpraktisch.

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Schwebebalken am Bertha

Der Bertha-von-Suttner-Platz ist einer der wichtigsten Verkehrsknoten im Bonner Zentrum. Hier treffen die B 56 und die B 9 aufeinander, es ist eine gro├če Bus- und Stra├čenbahnhaltestelle. Ein richtiger Verkehrsknotenpunkt also. Die meisten Bonner nennen ihn aber einfach nur ┬╗Bertha┬ź. Und er ist gleichzeitig auch heftiger Angstraum f├╝r Radfahrende. In diesem Beitrag will ich zeigen, warum das so ist, und wie ich fahre um weniger gestresst zu sein. Vor allem die Fahrtrichtung von West nach Ost ist ein gro├čes Problem. Ich zeige erstmal ein Luftbild vom ersten Teil.

Bildquelle: Bonn 3D1

Man kann hier schon ganz gut sehen, was da passiert. Man hat unten links den Schutzstreifen, mit dem man an der Oxfordstra├če ankommt.

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